Meeting the Metzlers – by Lara Love Hardin

Meeting the Metzlers – by Lara Love Hardin

Ich bin nicht auf der Suche nach Freunden nach Koh Samui gereist – tatsächlich war der Grund, warum ich nach Koh Samui gereist bin, um von meinen Freunden wegzukommen. Und auch von meinen Kollegen. Und sogar von meiner Familie. Nicht, weil ich sie nicht alle liebe und verehre, sondern weil ich zwei Monate der Selbstisolation brauchte, um meine Memoiren fertigzustellen, die im Juni bei Simon & Schuster erscheinen sollen. Also reiste ich 13.418 Kilometer (das sind 8.337 Meilen für die amerikanischen Leser) weit weg von allem, was mir vertraut war, um das Schreiben voranzutreiben. Ich war noch nie in Thailand, aber es ist einer der Orte, die schon immer auf meiner „Irgendwann mal – Liste“ standen. Mit einem Buchvorschuss, der dazu dienen soll, einem Autor Zeit zum Schreiben zu verschaffen, sagte ich also Kalifornien Lebewohl und Koh Samui Hallo. Und seien wir doch mal ehrlich – wenn man sich schon in die völlige Zurückgezogenheit begibt, dann wenigsten an einem atemberaubenden Ort.

Nach etwa einem Monat der Abgeschiedenheit beschloss ich, dass ich etwas mehr von diesem wunderschönen Ort sehen sollte als nur meine Tastatur.  Ich buchte eine Reise mit der Blue Dragon (mehr darüber erfährst du im wunderbaren Blog der Metzlers). Es ist immer ein bisschen unangenehm, allein zu reisen, allein zu essen, allein auf eine Tour zu gehen. Chris und Alexandra kamen als Letzte an Board und setzten sich in meine Nähe, wo ich unbeholfen auf einem Sitzsack hockte. Ich dachte sofort, dass sie in den Flitterwochen sein müssten. Ich habe als Ghostwriter für die Bücher von John Gottman, dem weltweit führenden Beziehungsexperten, gearbeitet – ich glaube also, dass ich wirklich verliebte Menschen erkenne. Sie hatten die Ausstrahlung zweier Verliebter, und außerdem strahlten und lächelten sie sich alle paar Sekunden an. Es könnte nerven, wenn es nicht so schön zu beobachten wäre. Nun bin ich in meiner Familie dafür berüchtigt, dass ich Leute durchdringend anstarre und ihre Gespräche in der Öffentlichkeit belausche. Mein Mann weiß, dass ich unruhig werde, wenn ich in einem Restaurant mit dem Blick zur Wand statt in den Raum sitze. Ja, das liegt daran, dass ich Schriftstellerin bin, und Beobachten ist das, was Schriftsteller tun, wenn sie schreiben. Alles und jeder dient der Recherche. Aber vor allem bin ich neugierig. Und wenn man sehr neugierig und gleichzeitig introvertiert ist, starrt man die Leute an. Andauernd.

Ich bot an, ein Foto von ihnen und ihrem Zauber zu machen. So brach ich das Eis und wurde so etwas wie ein Anhängsel bei ihrem Bootsabenteuer, das keine Hochzeitsreise war.  Aber das ist es, was man über die Metzlers wissen muss – man kann ihnen nicht auf einem Boot, in einem Restaurant oder auf dem Markt begegnen und nicht mit ihnen reden. Sie haben eine Ausstrahlung, die Menschen dazu bringt, in ihrer Nähe sein zu wollen. Nicht auf eine Instagram-Influencer-Art, sondern weil sie umgeben sind vom Leuchten einer strahlenden Güte. Und wenn man auf das Gute stößt, vor allem in der heutigen Welt, möchte man sich daran wärmen oder zumindest ein wenig nah sein.

So haben wir über Wale und Kajaks, Felsformationen und anbetungswürdig schimmerndes Wasser zusammengefunden. Und als nach all den erlebten Abenteuern nur noch eine zweistündige Bootsfahrt nach Hause vor uns lag, lernten wir uns richtig kennen. Und Alexandra und ich lachten gemeinsam.  Nicht irgendein Lachen, sondern eines dieser Lachen, das man mit der besten Freundin erlebt, bei dem das ansteckende Lachen des anderen einen noch mehr zum Lachen bringt, und man nicht damit aufhören kann und das tiefe Einvernehmen von echter Mitmenschlichkeit erlebt. Und das ist der Moment, der uns zusammengeschweißt hat. Lachen ist schon immer meine Lieblingssprache und die einzig wahre universelle Sprache. 

Ich habe gehört, dass jede Begegnung eine Offenbarung ist, aber ich habe nie darüber nachgedacht, was das wirklich bedeutet. Wenn man im Urlaub Leute trifft, erfährt man ihre Namen und woher sie kommen und vielleicht ein paar andere kleine Details aus ihrem Leben, aber man erfährt selten, wer sie wirklich sind, und es fühlt sich auch nicht wie eine Offenbarung an.  Es kommt nicht oft vor, dass man etwas Neues über sich selbst oder seinen Platz in der Welt erfährt. Aber ich denke, jede noch so kleine Begegnung kann uns etwas Neues offenbaren. Selbst wenn wir auf der Straße an jemandem vorbeigehen – sehen wir ihm in die Augen, lächeln und grüßen ihn, oder schauen wir schnell weg, um diese Millisekunde der menschlichen Verbindung zu vermeiden? Das alles ist eine Offenbarung dessen, wer wir sind und wie wir uns in diesem Moment der Welt zeigen.

Zurück zu den Metzlers: Ich habe erst ein paar Mal mit ihnen zu Abend gegessen und weiß daher nur, was ich bisher erfahren habe, nämlich dass sie zu den großzügigsten Menschen gehören, die ich je getroffen habe. Und ich meine nicht großzügig im Sinne von Geld, sondern großzügig im Geiste.  An Zeit. Mit Aufmerksamkeit und Interesse. Mit ihrer Willkommenshaltung. Das ist nicht das, was man normalerweise von Menschen erfährt, die man im Urlaub trifft. Zumindest nicht das, was für mich normal war. Die Metzlers sind freundlich. Freundlichkeit scheint ein so kleines Wort zu sein, aber es ist eigentlich ein großes Wort. Freundlichkeit könnte auch eine meiner liebsten universellen Sprachen sein. Freundlichkeit ist heilig. Für mich ist Freundlichkeit wie Mitgefühl, aber persönlicher, näher dran. Freundlichkeit ist direktes Handeln. Freundlichkeit bedeutet, an der vordersten Front der menschlichen Interaktion zu stehen und für die gute Seite, für das Licht, in die Schlacht zu ziehen.  Die Metzlers sind das Licht und ich bin ihr größter Fan.

Ich bin wieder in Isolation und schreibe weiter, aber jetzt schickt mir Alexandra Bilder von Regenbögen und schönen Aussichten und erzählt mir von tollen Cafés, in denen ich schreiben kann, und von erstaunlichen thailändischen Restaurants, die ich besuchen kann. Und sie laden mich ein, mich ihnen anzuschließen, wodurch sich die Einsamkeit weniger einsam anfühlt, und das ist gut. Das ist freundlich. Und was ich gelernt habe, meine ganz persönliche Offenbarung aus der Begegnung mit den Metzlers, ist, dass wir, egal wo wir sind, Verbindung brauchen.  Wir brauchen Freunde.  Wir brauchen uns gegenseitig. Sogar wir Introvertierten – vielleicht sogar besonders wir Introvertierten. 

Ich weiß nicht, wohin Chris und Alexandra als Nächstes gehen, aber wenn Sie in der Welt unterwegs sind, halte Ausschau nach ihnen – oder nach Menschen wie ihnen. Du wirst sehen, wie sie leuchten, teilen, lachen und sich lieben. Du wirst ihre Güte sehen und du wirst dich dadurch besser fühlen. Du wirst vielleicht freundlicher sein.  Vielleicht wirst du großzügiger sein mit deiner Zeit, im Geiste und mit deinem Interesse. Vielleicht hilfst du einem Fremden. Wenn du bei deinem nächsten Spaziergang an jemandem vorbeikommst, den du nicht kennst, sieh ihm wenigstens in die Augen und grüße ihn. Schenke ihm ein Lächeln, wenn du dich traust. Man weiß nie, wem man an irgendeinem Tag begegnet, ob im Urlaub oder sonst wo, aber ich hoffe für dich, dass aus den Fremden, die du triffst, Freunde werden.

Ich wünsche dir, dass du die Metzlers triffst.

CEO, LITERARY AGENT, FOUR TIME NYT BESTSELLING WRITER, CHAMPION OF DOGS AND UNDERDOGS AUTHOR OF FORTHCOMING MEMOIR FROM S&S (JULY 2023) THE MANY LIVES OF MAMA LOVE: A MEMOIR
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